Erfahrungsbericht Eichstätt

Das Umweltreferat Eichstätt gehört zum studentischen Konvent der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Wir sind eine Gruppe von ca. acht StudentInnen, die sich für eine umweltgerechte Hochschule einsetzen.

Ist-Zustand
Bei einer „Energie-Tour“ durch die Universität wurden wir mit dem Problem des enormen Energieverbrauchs und dem verschwenderischen Umgang mit Strom und Wärme konfrontiert.
Uns wurde klar, dass hinsichtlich der Energieeffizienz dringender Handlungsbedarf besteht.

Soll-Zustand
Wir wollen, dass auf dem Campus Ressourcen und Energie eingespart werden und wir somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein wichtiger Schritt dabei ist der Wechsel zu Ökostrom, durch den in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden kann.
Unser Ziel ist eine umweltbewusste und nachhaltig gestaltete Universität.

Das Projekt „Sustainable Campus“
Im Folgenden erstellten wir das Nachhaltigkeits-Konzept „Sustainable Campus“.
Dies beinhaltet einerseits den Wechsel zu Ökostrom und andererseits einen umfassenden Energieeinsparplan. Grundlegend für die Umsetzung ist die Beteiligung aller Bereiche der Universität und die Bereitschaft ihrer Mitglieder Energie zu sparen.
Mit dem Konzept nahmen wir am Ideenwettbewerb „Generation D – Gemeinsam für Deutschland“ teil. Wir kamen in die Endauswahl und durften unser Projekt in Berlin präsentieren. Auch wenn es nicht zu einem Platz unter den besten drei Teams reichte, so gewannen wir doch 500 € Preisgeld und einen Mentor für die Unterstützung bei der Realisation und Durchführung der Idee.
Ein positiver Nebeneffekt war die Medienaufmerksamkeit durch die Präsenz in Zeitungen.

Runder Tisch mit der Hochschulleitung
Bei einem runden Tisch mit der Hochschulleitung und den potentiellen Akteuren unseres Projekts stellten wir zunächst unser Konzept vor und diskutierten anschließend über die Umsetzung und die Finanzierungsmöglichkeiten. Zwar konnten wir uns noch nicht auf verbindliche Maßnahmen einigen, die Wichtigkeit unseres Nachhaltigkeits-Konzeptes wurde jedoch erkannt.
Bei einem nächsten Treffen sollen dann konkrete Schritte beschlossen und Fragen der Finanzierung geklärt werden.

Bisherige Erfolge und Aktionen
Um unser Projekt auch unter den StudentInnen bekannt zu machen, erstellten wir einen Infostand. Dort erhielt man unter anderem Tipps, wie man zu Hause sinnvoll Strom und Wärme sparen kann.
Konkrete Anweisungen, wie auf dem Campus Energie eingespart werden kann, geben wir in Form von Hinweisschildern, die an den Türen der Seminarräume angebracht sind.
Ein wichtiger Erfolg ist die Einführung von 100% Recycling-Papier an unserer Uni, was spätestens bis zum Wintersemester 09/10 erfolgt sein soll.
Unsere bisherigen Erfahrungen und Ideen tauschen wir regelmäßig mit anderen Hochschulgruppen aus. Das „Netzwerk klimagerechte Hochschule“ dient uns dabei als Plattform.

Ausblick
Derzeit werden Angebote von verschiedenen Ökostrom-Anbietern geprüft und die Finanzierung überdacht. Im Hinblick auf eine Wärmedämmung wird versucht, Drittmitteln zu erwerben.
Da Bewusstseinsbildung ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist, veranstalten wir im Sommersemester 2009 eine Vortragsreihe zu Umweltthemen, mit der wir sowohl Studierende als auch andere Interessierte erreichen wollen.