Lüneburg

Die Gruppe

Das Ökologiereferat des AStA der Uni Lüneburg ist Mitbegründer des Netzwerks und besteht derzeit aus etwa 6 aktiven Mitgliedern. Arbeitsbereiche des Referats sind Filmvorführungen, Diskussionveranstaltungen, Ausstellungen und Vorträge rund um Ökologie und Nachhaltigkeit, Ökologisierung des Mensa-Angebots etc. Derzeit befasst sich die Gruppe schwerpunktmäßig mit der Stromwechselkampagne "Hochschulen unter Ökostrom". Kontakt: oeko at asta-lueneburg.de

Ziele

Die Gruppe fordert die ökologische und nachhaltige Gestaltung der Universität aktiv ein und möchte diesem Prozess aktiv mitgestalten. Ziel ist es vor allem, auch Studierenden zu zeigen, wie Nachhaltigkeit und Uni zusammen hängen und welchen Beitrag jede und jeder für eine nachhaltige Uni leisten kann. Hinsichtlich der derzeitigen Ökostrom-Kampagne ist es uns vor allem ein Anliegen, das an der Universität bereits begonnene Projekt der Klimaneutralität kritisch zu begleiten sowie Studierende auf die Wichtigkeit eines Wechsels zu einem Ökostromanbieter aufmerksam zu machen.

Bisherige Aktionen

Die Universität Lüneburg hat seit dem Jahr 2004 das EMAS-Zertifikat und verfügt daher über einen detailliertes Bild ihrer Energie- und Klimabilanz. Zudem hat sich die Universitätsleitung zum Ziel gesetzt, den gesamten Universitätsbetrieb bis zum Jahr 2012 klimaneutral zu gestalten. In diesem Zuge wurden Planungen angestellt, alle Dächer der Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. Dennoch bestehen trotz einiger Projekte im Bereich Energieeffizienz und Energiesparen immer noch massive Energiesparpotenziale insbesondere im Gebäudebereich. Deutlich wird jedoch, dass in dieser Thematik bereits ein anderes Grundbewusstsein herrscht, als es an anderen Hochschulen üblich ist. Unsere Gruppe muss vor diesem Hintergrund an anderen Stellen ansetzten, als es andere Hochschulgruppen der Fall ist.

Wie wir bei einem Gespräch mit der Umweltkoordinatorin erfuhren, ist die Universität Lüneburg wie viele andere Universitäten in Niedersachsen und anderen Bundesländern in einem landesweiten Stromliefervertrag „gefangen“, dessen Kündigung mit erheblichen Mehrkosten für die Hochschule verbunden wäre. Der Stromliefervertrag wird zwar in 2009 neu ausgeschrieben. Angesichts der Umstände ist nach jetzigem Stand jedoch nicht auszugehen, dass der Stromanbieter wechseln wird. Im Zusammenhang mit unserer Kampagne bedeutet dies für uns als Gruppe leider, dass wir unsere Versuche, die Unileitung von einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter zu überzeugen, erst einmal auf Eis gelegt haben. Derzeit konzentrieren sich unsere Aktionen daher auf die Studierenden als potenzielle Wechsler.

Im Zusammenhang mit der Kampagne des Netzwerks wurden bisher folgende Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt:

- Vorführung des Films "Uranium - is it a country?", der über die Spuren der Atomenergie informiert und zeigt, welche umweltschädigenden Auswirkungen der Uranabbau in Australien hat.
- Vortragsveranstaltungen mit Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Kampagnen "X-tausendmal quer" und "ausgestrahlt.de"
- Stromwechsel-Picknick

Erfahrungsbericht Stromwechsel-Picknick:
Die Gruppe veranstaltete am 26. Mai 2009 ein Stromwechsel-Picknick auf dem Campus der Uni Lüneburg. Das Picknick, zu dem es ein vielfältiges Essensangebot, Kaffee, Tee und „Ökostrom-Musik“ gab, fand von 10-15 Uhr auf der Mensa-Wiese statt. Im Vorfeld wurde nur relativ kurzfristig über Mailverteiler und kleine Flyer für das Picknick geworben – die Idee war vielmehr, die Leute auf dem Weg zur Mensa oder beim Entspannen auf der Mensa-Wiese abzufangen und zu unserem offenen Pavillon zu locken. Das klappte leider nur bedingt, da erstens die Meisten aus unserer Gruppe (wir waren zu fünft) es scheuten, sich den Leuten aufzudrängen und ihnen gewissermaßen etwas zu verkaufen. Hier besteht demnach definitiv noch Potenzial – eine etwas offensivere Herangehensweise wäre erforderlich und sicherlich erfolgreicher. Zweitens zog ein Großteil der angesprochenen Personen laut eigener Aussage ein warmes Mittagessen vor.
Im Pavillon konnten wir allerdings etwa 10-15 Personen, die Interesse zeigten und in der Regel schon vorher eigene Recherchen angestellt hatten, direkt zu Fragen rund um Stromanbieterwechsel und Ökostromanbieter beraten. Diese schienen anschließend durchaus gewillt, in Kürze zu einem der drei von uns empfohlenen Ökostromanbieter (EWS, Greenpeace energy, Naturstrom) zu wechseln.
Zwar hatten wir uns auch erhofft, dass einige Personen direkt am Stand einen Wechselvertrag ausfüllen und unterzeichnen bzw. einen bereits ausgefüllten Wechselvertrag mitbringen würden. Im Nachhinein betrachten wir dies jedoch als unrealistisch und auch nicht unbedingt erstrebenswert. Das Hauptziel sollte aus unserer Sicht vielmehr sein, lediglich zu den oben genannten Themen zu informieren. Die weiteren Schritte sollten den Leuten dann selbst zu überlassen sein.

Ausblick: folgt