Erfahrungsbericht des Umweltreferats
des studentischen Konvents der Universität Eichstätt
Einführung und Stand der Dinge
Da eine Universität eine Einrichtung mit einem sehr hohen Papierbedarf ist, stellt es für das Umweltreferat eine Selbstverständlichkeit dar, dass im Zuge des Klimawandels durch den relativ einfachen Schritt der „Papierumstellung“ ein Zeichen gesetzt wird. Schließlich sollte eine Hochschule als Bildungseinrichtung ihrem Vorbildcharakter nachkommen.
Seit Herbst 2009 wird an der Katholischen Universität Eichstätt ausschließlich Recyclingpapier verwendet. Der Anstoß kam vom Umweltreferat des Studentischen Konvents der Universität. Die Umstellung auf Recyclingpapier war Teil des umfassenden Nachhaltigkeitskonzeptes „Sustainable Campus“.
Seit einigen Jahren schon wird an unserer Universität neben konventionellem Papier auch Recyclingpapier eingesetzt. Das früher verwendete Recyclingpapier fand allerdings wenig Zuspruch und war deshalb nur in wenigen Druckern und Kopierern vorhanden. Beschwerden kamen von Studenten, Mitarbeitern der Universität und vom Lehrpersonal. Die Argumente dagegen waren vor allem die nicht reinweiße Färbung, die als „schmutzig“ empfunden wurde und die raue Oberfläche, was Beeinträchtigungen beim Druck hervorrief.
Herangehensweise
Die Initiative zur vollständigen „Umstellung“ auf Recyclingpapier wurde von Angestellten der Universität, welche für die Beschaffung des Büromaterials zuständig sind, unterstützt. Nur mithilfe deren Mitarbeit war es möglich, einen Anbieter von günstigem und hochqualitativem Recyclingpapier zu finden.
Papier
Das derzeit verwendete Recyclingpapier ist ein hochwertiges, aber trotzdem günstiges Papier, das mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist. Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ fordert die Erfüllung höchster Standards und berücksichtigt sämtliche ökologischen Einflussfaktoren – von der Aufbereitung des Rohstoffs über den Produktionsprozess und die Transportwege bis zur Wiederverwertung. Es handelt sich um das Papier „Recyconomic Evolution White“ von Schneidersöhne mit einer 100er ISO-Weiße, was kaum von herkömmlichem Papier zu unterscheiden ist. Zudem ist die Firma aus der Region, sodass der Nachhaltigkeitsgedanke verstärkt wird. Dadurch dass das gewählte Recyclingpapier nur unwesentlich teurer ist als das vorher verwendete, gab es auch von der Hochschulleitung eine Zustimmung.
Dieses Papier wurde schrittweise in den Kopierern und Druckern eingesetzt und ist mittlerweile, bis auf Ausnahmen in einzelnen Büros, das einzig verwendete Papier. Durch die hohe Qualität des Papiers gab es noch keine Beschwerden.
Der Einsatz von Recyclingpapier ist also ein Schritt hin zur nachhaltigen und damit auch klimagerechten Hochschule. Recyclingpapier besteht überwiegend aus wiederverwertbarem Altpapier und ist deshalb umweltfreundlich. Bei der Herstellung wird circa zwei Drittel weniger Energie und Wasser verbraucht. Die Abwasserbelastung ist wesentlich geringer, Emissionen von Schadstoffen und Treibhausgasen sinken. [Tipp: auf www.papiernetz.de lässt sich mithilfe eines Nachhaltigkeitsrechners der Wasser- und Energieverbrauch sowie die CO2-Emission von Recyclingpapier und Frischfaserpapier vergleichen und auf den jeweiligen Papierverbrauch umrechnen].
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| Bericht Recyclingpapier Uni Eichstätt.pdf | 50.26 KB |